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Hinter den Kulissen von Paradise Ost

Bilder der Geschichte hinter der Geschichte
Sixty Years of Socialism Kapitel 1
Den Morning Star verkaufen

Meine Mum trug ein T-Shirt mit der Aufschrift Sechzig Jahre Sozialismus, das Rot zu Rosa verwaschen, während Hammer und Sichel abblätterten, was an dem Co-op-Waschpulver lag.

  Tamworth gardens Kapitel 2
An Eltern statt

Mr. Howard redete gern und ich war manchmal dazu aufgelegt, ihm zuzuhören – wenn ich zu Hause war und meine Hausaufgaben gemacht hatte und meine Mum noch nicht zurück war und es ein warmer Abend war und er und ich hinten im Garten waren.

  Potsdam map Kapitel 3
Eine Einladung

»Wie viele Menschen aus Tamworth werden in ihrem Leben in die DDR kommen, Jess?«

  Sanssouci Kapitel 4
Der Real Existierende Sozialismus


Der Himmel draußen war von einem tiefen Blau. Die Sonne spiegelte sich in den Fenstern des Palasts von Friedrich dem Großen. Steinerne Gestalten standen in Reih und Glied auf dem Dach. Goldene Engel balancierten auf einem Fuß.
 
  Berlin Wall Kapitel 5
Tagesausflug in den Kalten Krieg


Ich hatte nicht erwartet, dass die Berliner Mauer sauber und weiß und glatt sein würde. Sie sah mehr wie die Einfassung eines Schwimmbads aus als die Grenze zum Kalten Krieg.
 
  The Tasks Of Youth Kapitel 6
Die Young Communist League


»Ich möchte, dass du Stalin auf Tamworth anwendest.«
 
Enemy Of The State Kapitel 7
Wahlnacht

Ich war für England lebensuntüchtig erklärt worden.
 
Treptow
Kapitel 8
Das sowjetische Ehrenmal in Treptow


»Wenn ich eine Sache gelernt habe, dann die: deine Freunde können zu deinen Feinden werden, und deine Feinde zu deinen Freunden. Das zu wissen, hat mir geholfen, mein Leben weiterzuleben.«
 
  Kulturpark Kapitel 9
Kulturpark Plänterwald

»Aber nach so viel Tod dachte ich, etwas Leichtes könnte uns gut tun. Und wir könnten alle auf die Kirmes gehen.«
 
Prinz Hamlet Kapitel 10
Neujahr

Ich setzte mich auf der Prinz Hamlet ab, der letzten Fähre in den siebziger Jahren, die nach Hamburg ging.
 
  Honecker Kapitel 11
Bei der DDR-Botschaft

Hinter seinem Kopf hing ein Porträt von Erich Honecker – das offizielle, das ich kannte, mit blauem Hintergrund und gebräuntem Gesicht.
 
  Schwielowsee
Kapitel 12
Am See

Martina sagte: »Würde nichts dich abschrecken?« Ihr Blick wanderte über das Wasser. Ich zuckte die Achseln. »Vielleicht, wenn mit dir was passieren würde.«
 
Solidarity Book Kapitel 13
Reiseanweisungen

Ich hatte sein Solidaritätsbuch gesehen, monatliche Beiträge wie Co-op-Marken, nur hübscher, als könnte er sich irgendwann eine Dividende auf die Weltrevolution auszahlen lassen.
 
  TV Tower Kapitel 14
Die Lage spitzt sich zu

Die Vorhänge in meinem Zimmer waren zugezogen, aber ein Lichtschein fiel durch die Spalten und erhellte meinen DDR-Schrein. Ein orangefarbenes Licht beleuchtete den sich drehenden Fernsehturm, den ich nachts wegen des Summens ausstöpselte.
 
  Strausberger Platz Kapitel 15
Ein Tag an der Berliner Mauer

Hier, auf dem Strausberger
Platz, war die Fontäne wieder angestellt worden... Peter stand inmitten weggeworfener Fahnen und den ersten dunklen Tropfen eines Sommerregens, seine Füße umrankt von zertretenen Nelken.
 
  Our People Kapitel 16
Unsere Leute

Unsere Leute, das war doch nur ein Gerücht. Unsere Leute waren hochgeheim, niemand wusste, wer sie waren. Unsere Leute wussten selbst nicht, dass sie es waren.
 
  Join The Army badge Kapitel 17
Ein nützlicher Abend

»Wir brauchen alle unsere Kämpfer, Jess. Lass dich nicht zum Narren halten. Und sei du kein Narr.«
 
CPGB cards Kapitel 18
Das Warten

»Du müsstest eigentlich wissen dass die Bewegung in Tamworth längst tot ist. Ich stelle lediglich die Herz-Lungen-Maschine ab.«
 
Schwielowsee in winter Chapter 19
Zu Besuch bei Eleanor

Ich fand die versteckte Stelle, wo Martina mir gesagt hatte, sie würde mir die schlechten Dinge nicht erzählen und wo sie sich den Sand vom Schwielowsee durch die Finger hatte rieseln lassen. Wo sie im Wasser untergetaucht war, als es Wasser war und kein Eis.

© Jo McMillan 2016